Aus der Automobilindustrie in die Pflege

„Ich werde auf der anderen Seite des Flusses ein gutes Wort für dich einlegen“, sagte mir unser Kunde, kurz bevor er starb. Er hatte ein langes, turbulentes Leben voller Höhen und Tiefen geführt, unternehmerisch erfolgreich und doch so oft von privaten Schicksalsschlägen bis aufs Äußerste herausgefordert. „Ich bin sehr dankbar, dass sich unsere Lebenswege gekreuzt haben“, antwortete ich ihm.

Es sind diese leisen Momente, in denen ich Glück empfinde. Es ist die unbeschreibliche Vielzahl an menschlichen Kleinigkeiten, voller höherer Emotionen von Herz zu Herz, die die Pflege so wunderbar machen.

Durch einen Schicksalsschlag meiner Mutter bin ich vor 12 Jahren als Quereinsteiger in die Pflege, in unser Familienunternehmen Zerhusen und Blömer, gekommen. In meinem ersten Leben habe ich Betriebswirtschaftslehre in Münster und England studiert und war 10 Jahre international in der Automobilzulieferer-Industrie unterwegs.

Vom Auto zur Person
Vom Produkt zum Menschen
Von der Sache zum Herzen

Ich habe in der Pflege Herausforderungen und Hürden kennengelernt, die größer sind als alles, was ich mir je hätte vorstellen können.
Ich habe in der Pflege härter gearbeitet, als ich es körperlich und mental für möglich gehalten hätte.
Ich habe in der Pflege wahres Glück gefunden.

Die Dinge, die für ein erfülltes Leben am wichtigsten sind, sind nicht immer die, die am lautesten auf sich aufmerksam machen.
In einer Welt, in der so viele Menschen das Glück suchen, liegt es doch so oft direkt vor unserer Nase. Das ist das wahre Geschenk der Pflege. Indem wir geben, werden wir selber reich. Reicher, als jeder Autoboss es sich jemals vorstellen könnte. Die Währung ist sicherlich (noch) eine andere.

Noch hat die Automobilindustrie all das, was uns in der Pflege fehlt: Ansehen, Wertschätzung, Respekt. Die Automobilindustrie genießt Prestige, Einfluss, Geltung. Sie hat Image, Status und Gewicht.

Ich kann mir keine Branche vorstellen, die einen höheren Wert hat als die Pflege. Ich habe es mir zur Lebensaufgabe gemacht, diesen Wert sichtbar zu machen. Und deshalb habe ich die Vision, dass in nicht allzu ferner Zukunft nicht Automanager ins Kanzleramt eingeladen werden, sondern Pflegemanager.

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Als Quereinsteiger in die Pflege

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Pflege kann soviel Spaß machen!